Begriff und Abgrenzung zu SEO
GEO steht für Generative Engine Optimization: alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass ein Betrieb in den Antworten generativer Systeme genannt wird. Manche sprechen auch von AEO (Answer Engine Optimization) oder LLM-Optimierung; gemeint ist dasselbe. Ich verwende auf dieser Website den Begriff KI-Sichtbarkeit, weil er sagt, worum es geht.
Der Unterschied zu SEO liegt im Ziel. SEO will, dass Ihre Seite in einer Ergebnisliste möglichst weit oben steht und angeklickt wird. GEO will, dass ein System Ihre Seite als Quelle nutzt und Sie in einer formulierten Antwort nennt. Im ersten Fall entscheidet der Nutzer nach dem Klick; im zweiten Fall hat das System schon vorsortiert. Die Grundlagen sind dieselben, die Ausarbeitung ist eine andere.
Wie generative Suchen Antworten bauen
Ein Sprachmodell allein weiß wenig über den Zahnarzt in Wermelskirchen. Deshalb kombinieren die Anbieter das Modell mit einer Suche: Zur Frage werden Quellen geholt, gelesen und zu einer Antwort verdichtet. ChatGPT mit Websuche, Perplexity und der Google KI-Modus arbeiten alle nach diesem Prinzip, mit unterschiedlichen Quellen und Gewichtungen. Google greift auf den eigenen Index und die Unternehmensprofile zu; die anderen auf das offene Netz, Verzeichnisse und Bewertungsportale.
Für Sie bedeutet das: Die Antwort ist nur so gut wie die Quellen, die das System über Sie findet. Eine Website mit wenig Text, ein halb gepflegtes Google-Profil und drei unterschiedliche Adressen in Verzeichnissen ergeben eine dünne oder falsche Antwort. Eine klare Website, ein vollständiges Profil und einheitliche Einträge ergeben eine, in der Sie mit den richtigen Angaben stehen.
Die vier Hebel für lokale Betriebe
Fakten. Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Leistungen: überall gleich. Website, Google-Profil, Verzeichnisse, Bewertungsportale. Das ist unspektakulär und der häufigste Grund, warum ein Betrieb fehlt oder falsch beschrieben wird.
Antworten. Für jede Kernleistung eine Seite, die die Fragen beantwortet, die Kunden stellen: Was, für wen, wie läuft es ab, was kostet es ungefähr, wo. In ganzen Sätzen, nicht als Stichwortliste. Solche Passagen übernehmen die Systeme bevorzugt.
Struktur. Schema.org-Auszeichnung für Betrieb, Leistungen, Personen und Fragen; saubere Überschriften; Inhalte im HTML statt in Skripten oder Bildern; KI-Crawler nicht aussperren. Die Details stehen im Beitrag llms.txt, Schema.org und KI-Crawler.
Erwähnungen. Echte Bewertungen mit Antworten, Einträge in seriösen Verzeichnissen, gelegentlich ein Bericht in der Lokalpresse. Je öfter dieselben Fakten an verschiedenen Stellen stehen, desto sicherer ordnet das System sie Ihnen zu.
Was GEO nicht ist
GEO ist kein Trick, mit dem man ein System überlistet. Es gibt keine geheimen Signale und keine Datei, die eine Nennung erzwingt. Anzeigen erscheinen gekennzeichnet neben der Antwort; die Empfehlung im Antworttext selbst lässt sich nicht kaufen. Wer Ihnen eine feste Nennung oder einen „Platz“ in ChatGPT verspricht, verkauft Ihnen etwas, das das System nicht hergibt; die Antworten schwanken von Anfrage zu Anfrage.
GEO ist auch kein Ersatz für SEO. Der Google KI-Modus nutzt denselben Index wie die Google-Suche. Wer dort nicht sauber steht, wird auch in der KI-Antwort nicht auftauchen. Die Grundlagen der lokalen Sichtbarkeit habe ich im Beitrag Local SEO einfach erklärt beschrieben; GEO baut darauf auf.
Für wen es sich lohnt
Für Betriebe, deren Kunden eine konkrete Frage haben und einen Anbieter in der Nähe suchen: Praxen, Kanzleien, Makler, Berater, Handwerksbetriebe. Dort verlagert sich ein Teil der Suchen gerade in die KI-Systeme, und die Antworten sind kurz. Wer heute schon Anfragen über Google bekommt, sichert sich damit den Kanal, der daneben entsteht. Wer online kaum stattfindet, sollte zuerst die Grundlagen legen. Wie ich das angehe, steht auf der Leistungsseite KI-Sichtbarkeit.
ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google sind Marken der jeweiligen Anbieter. Ich stehe mit keinem dieser Anbieter in einer Partnerschaft und habe keinen Einfluss darauf, was ihre Systeme antworten.
