Der Ablauf im Überblick
Eine Website entsteht nicht in einem einzigen Schritt, sondern in einer nachvollziehbaren Abfolge. Wenn Sie wissen, welche Phasen es gibt, können Sie das Projekt besser einschätzen — und merken schnell, ob Ihr Gegenüber sauber arbeitet oder einfach drauflosbaut.
In der Praxis durchläuft fast jedes Website-Projekt fünf Phasen: Erstgespräch, Konzept, Umsetzung, Korrekturschleifen und Livegang. Manche Anbieter nennen die Phasen anders, aber der rote Faden ist überall gleich: erst klären, was gebraucht wird, dann bauen, dann prüfen, dann online stellen. Wer diese Reihenfolge überspringt, produziert später teure Korrekturen.
Wichtig vorweg: Ein gutes Projekt ist ein Dialog. Ich baue Ihre Website nicht im stillen Kämmerlein und präsentiere am Ende ein Ergebnis, das Sie zum ersten Mal sehen. Sie sind an den entscheidenden Punkten dabei — und behalten die Kontrolle darüber, wie Ihr Betrieb nach außen wirkt.
Schritt für Schritt: So läuft ein Website-Projekt ab
1. Erstgespräch und Angebot
Am Anfang steht ein Gespräch — bei mir kostenlos und unverbindlich. Darin klären wir, was die Website leisten soll, wer sie finden muss und welche Inhalte schon vorhanden sind. Erst danach kann ein ehrliches Festpreis-Angebot entstehen, das zu Ihrem tatsächlichen Vorhaben passt. Sagt Ihnen jemand einen Preis, bevor er Ihr Projekt kennt, nennt er nicht Ihren Bedarf, sondern seinen Mindestumsatz.
2. Konzept und Struktur
Bevor die erste Seite gestaltet wird, legen wir die Struktur fest: Welche Seiten braucht es, was steht wo, welchen Weg soll ein Besucher nehmen, bis er anruft oder eine Anfrage schickt? Diese Phase ist unsichtbar, aber entscheidend — sie bestimmt mehr über den Erfolg als jede Design-Spielerei. Hier wird auch geklärt, welche Texte und Bilder noch fehlen.
3. Design und Umsetzung
Jetzt entsteht das eigentliche Aussehen: ein individueller Auftritt, der zu Ihrem Betrieb passt — keine Vorlage mit ausgetauschtem Logo. Parallel dazu läuft die technische Umsetzung: sauberer Code, schnelle Ladezeiten, gute Darstellung auf dem Smartphone, Formulare und, falls gewünscht, Anbindungen wie Terminanfrage oder Karte. In dieser Phase habe ich am meisten zu tun und Sie am wenigsten.
4. Korrekturschleifen
Ist ein erster Stand fertig, schauen Sie drüber. Sie sagen mir, was passt und was nicht — bei Texten, Bildern, Reihenfolge, Feinheiten. Meist reichen ein bis zwei Runden. Wichtig ist, dass im Angebot steht, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind, damit daraus später keine Zusatzkosten werden.
5. Livegang und Übergabe
Am Ende geht die Seite online — auf Ihrer Domain, unter Ihrem Namen. Vor dem Livegang gehören Impressum, Datenschutzerklärung und die datensparsame Einbindung externer Dienste an ihren Platz; bei Heilberufen und Kanzleien mit besonderen Anforderungen. Danach übergebe ich Ihnen alles, was Ihnen gehört, und wir klären, wie Änderungen künftig ablaufen.
Wie lange dauert das Ganze?
Die ehrliche Antwort: Es kommt auf den Umfang an — und auf Sie. Bei einer kompakten Website für einen lokalen Betrieb sind zwei bis vier Wochen realistisch, wenn die Inhalte vorliegen. Ein größeres Projekt mit vielen Seiten, mehreren Sprachen oder technischen Anbindungen dauert länger.
Der überraschendste Punkt für viele: Der größte Zeitfaktor ist selten das Design oder die Technik. Es ist die Zulieferung von Texten, Fotos und Freigaben. Wenn eine Korrekturrunde zwei Wochen im Postfach liegt, verlängert das die Laufzeit — nicht die Programmierung. Ein Projekt läuft dann am schnellsten, wenn Feedback zügig kommt.
Deshalb gilt: Eine belastbare Terminschätzung kann ich Ihnen erst geben, wenn der Umfang feststeht. Wer Ihnen ohne Kenntnis Ihres Projekts eine feste Wochenzahl verspricht, rät.
Was Sie vorbereiten sollten
Sie müssen kein Fachwissen mitbringen — dafür bin ich da. Aber ein paar Dinge machen das Projekt spürbar schneller und besser. Am hilfreichsten sind diese drei:
- Klarheit über das Ziel: Was soll die Website erreichen? Mehr Anfragen, weniger Anrufe zu Öffnungszeiten, Bewerbungen, ein seriöser erster Eindruck? Je klarer das Ziel, desto zielgerichteter der Aufbau.
- Vorhandene Inhalte: Logo, Fotos, bestehende Texte, Referenzen, eventuell eine alte Website. Alles, was schon existiert, spart Zeit — und muss nicht neu erfunden werden.
- Zugänge: Falls es bereits eine Domain oder Website gibt, brauche ich irgendwann die Zugangsdaten. Sie müssen die nicht sofort parat haben, aber es ist gut zu wissen, wo sie liegen.
Fehlen Texte oder gute Fotos, ist das kein Grund, das Projekt zu verschieben. Es sollte nur vorher besprochen werden, weil es Umfang, Dauer und Preis beeinflusst. Guter Text ist oft der am meisten unterschätzte Posten — und der, der über Erfolg oder Wirkungslosigkeit einer Seite entscheidet.
So läuft die Zusammenarbeit
Viele fürchten, ein Website-Projekt fresse ihre ohnehin knappe Zeit. Die Erfahrung ist eine andere: Der Aufwand auf Ihrer Seite ist geringer, als die meisten denken — aber er ist nicht null. Ich übernehme Konzept, Design, Technik und Aufbau. Von Ihnen brauche ich vor allem Auskünfte über Ihren Betrieb, ein bis zwei Feedback-Runden und die Freigabe am Ende.
Über das gesamte Projekt verteilt sollten Sie mit einigen Stunden Ihrer Zeit rechnen, nicht mit Tagen. Diese Stunden sind gut investiert: Niemand kennt Ihren Betrieb, Ihre Patienten oder Ihre Kunden so gut wie Sie. Genau dieses Wissen macht am Ende den Unterschied zwischen einer beliebigen Seite und einer, die zu Ihnen passt.
Ein Punkt, der oft zu spät geklärt wird und deshalb hier früh gehört: Was passiert nach dem Livegang? Kleinere Änderungen — Öffnungszeiten, ein neuer Text, ein Foto — kann ich für Sie übernehmen, oder wir richten die Seite so ein, dass Sie sie selbst pflegen. Wichtig ist nur, dass das vor dem Start feststeht, ebenso wie die Frage, wem die Website gehört. Bei mir gehört sie Ihnen.
