Ratgeber

Was kostet eine Website für Handwerker? Ehrlich eingeordnet.

Ob Elektriker, Maler, Dachdecker oder Sanitärbetrieb: Die Frage nach den Kosten für eine Handwerker-Website hat keine Pauschalantwort — aber eine ehrliche. Hier erkläre ich, in welchen Spannen sich der Preis bewegt, was ihn wirklich bestimmt und woran Sie ein unseriöses Billig-Angebot erkennen.

Warum es keine Pauschalantwort gibt

„Was kostet eine Website für meinen Handwerksbetrieb?" ist ungefähr so präzise wie „Was kostet ein Badumbau?". Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, was die Seite leisten soll. Eine kompakte Visitenkarten-Seite mit Ihren Kernleistungen, ein paar Referenzbildern und einer Rufnummer ist ein anderes Projekt als ein mehrseitiger Auftritt, der mehrere Gewerke einzeln erklärt, Vorher-Nachher-Galerien zeigt, Notdienst-Zeiten führt und über ein Formular direkt Anfragen einsammelt.

Als Handwerker haben Sie dabei eine Besonderheit, die viele andere Branchen nicht haben: Ihre Arbeit ist sichtbar. Wer eine Sanierung, einen Anbau oder eine Elektroinstallation vergibt, will vorher sehen, wie Ihre Ergebnisse aussehen. Gute Projektbilder sind bei einer Handwerker-Website deshalb kein Beiwerk, sondern das Herzstück — und ihr Aufbereiten ist Arbeit, die im Preis steckt.

Drei Faktoren treiben den Umfang — und damit den Preis:

  • Umfang: Ein Gewerk oder mehrere? Nur die Region, oder ein größeres Einzugsgebiet mit eigenen Ortsseiten? Reine Firmenseite, oder zusätzlich eine Stellenanzeige, um Mitarbeiter zu finden?
  • Inhalte: Liegen brauchbare Projektfotos vor, oder müssen sie erst gesammelt, zugeschnitten und beschriftet werden? Sind Ihre Leistungen textlich beschrieben, oder entsteht der Text neu?
  • Anbindungen: Anfrageformular, Rückruf-Button, Karte mit Ihrem Einzugsgebiet, Google-Bewertungen, vielleicht eine einfache Terminanfrage — jede Funktion ist Konzept- und Technikarbeit.

Wer Ihnen einen Preis nennt, bevor er diese Fragen gestellt hat, schätzt nicht Ihr Projekt — er nennt seinen Mindestumsatz.

Preisspannen ehrlich eingeordnet

Feste Preise nenne ich auf dieser Seite bewusst nicht, weil sie für Ihren Betrieb ohnehin nicht stimmen würden. Aber ich kann Ihnen ehrlich einordnen, welche Größenordnungen es im Markt gibt und was Sie dafür jeweils bekommen:

  • Der günstigste Bereich sind Baukasten-Lösungen, die Sie selbst zusammenklicken. Auf der Rechnung fast nichts — bezahlt wird mit Ihrer eigenen Zeit am Feierabend und mit einem laufenden Abo. Das Ergebnis sieht oft nach Vorlage aus, weil es eine ist.
  • Die Mitte ist eine individuell gebaute Seite von einem Freelancer oder einer kleinen Agentur — ein Festpreis für ein Projekt, das zu Ihrem Betrieb passt. Für die allermeisten Handwerksbetriebe ist das der passende Bereich.
  • Der obere Bereich sind große Agenturen mit Teams und Prozessen. Sinnvoll bei großen Vorhaben mit vielen Beteiligten — für einen lokalen Betrieb zahlen Sie hier vor allem Struktur mit, die Sie meist nicht brauchen.

Wichtiger als die reine Zahl ist, was hinter der Zahl steht. Zwei Angebote mit demselben Preis können völlig unterschiedliche Leistungen enthalten — das eine mit fertigen Texten, aufbereiteten Projektbildern und Rechtsbasics, das andere als leere Hülle, bei der all das später extra kostet. Vergleichen Sie deshalb nie Preisschilder, sondern Leistungsumfänge.

Was den Preis wirklich bestimmt

Eine professionelle Handwerker-Website ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Paket aus mehreren Gewerken — nicht anders als eine Baustelle. Wenn Sie Angebote vergleichen, prüfen Sie, welche dieser Posten enthalten sind:

  1. Konzept: Wen wollen Sie erreichen — Privatkunden für kleinere Aufträge, Bauträger für Großprojekte, oder beides? Und was soll der Besucher tun: anrufen, ein Formular ausfüllen, Ihre Referenzen ansehen? Der Aufbau der Seite entscheidet mehr über neue Anfragen als jede Design-Spielerei.
  2. Projektbilder: Der Posten, den fast alle unterschätzen. Fotos von echten, eigenen Baustellen müssen ausgewählt, zugeschnitten, komprimiert und sinnvoll angeordnet werden. Vorher-Nachher-Vergleiche schaffen mehr Vertrauen als jeder Werbetext — aber sie machen sich nicht von allein.
  3. Text: Verständliche Beschreibungen Ihrer Leistungen, die ein Kunde ohne Fachjargon versteht. Auch das ist Arbeit und wird oft unterschätzt.
  4. Design: Ein Auftritt, der zu Ihrem Betrieb passt und solide wirkt — statt einer Vorlage mit ausgetauschtem Logo.
  5. Technik: Sauberer Code, schnelle Ladezeiten, saubere Darstellung auf dem Smartphone. Viele Ihrer Kunden suchen unterwegs nach einem Handwerker in der Nähe — eine Seite, die auf dem Handy funktioniert, ist Pflicht, keine Kür.
  6. Rechtsbasics: Impressum und Datenschutzerklärung, datensparsame Einbindung von Karten und Formularen. Fehlen sie, ist das nicht nur unschön, sondern angreifbar.
  7. Pflege: Was passiert nach dem Livegang, wenn ein neues Projekt dazukommt oder sich Ihre Rufnummer ändert? Entweder ist das eingeplant — oder es wird später zum Überraschungsposten.

Fehlt einer dieser Punkte im Angebot, ist er nicht kostenlos. Er taucht nur später auf: als Nachtrag, als Abo oder als Ihre eigene Arbeitszeit.

Warnsignale bei Billig-Angeboten

Es gibt seriöse günstige Angebote — und es gibt Konstruktionen, bei denen der niedrige Preis nur der Köder ist. Gerade Handwerksbetriebe werden häufig mit Pauschalpreisen umworben. Diese Muster sehe ich immer wieder:

  • Lizenz-Fallen: Die Website läuft auf einem System des Anbieters, das Sie nicht mitnehmen können. Wechseln Sie später den Anbieter, fangen Sie bei null an — Bilder, Texte und Struktur inklusive.
  • Keine Eigentümerschaft: Domain, Inhalte oder Design bleiben formal beim Anbieter. Prüfen Sie vor Vertragsschluss, was Ihnen nach Bezahlung tatsächlich gehört — bei der Domain ist das besonders wichtig, denn sie ist Ihre Adresse im Netz.
  • Wartungs-Abos als Pflicht: Ein niedriger Einstiegspreis, gekoppelt an ein langlaufendes Monats-Abo, das die vermeintliche Ersparnis über die Laufzeit auffrisst — oft mit langer Kündigungsfrist.
  • Schwammiger Leistungsumfang: Wenn nicht schriftlich festgehalten ist, was enthalten ist, werden Texte, das Aufbereiten Ihrer Projektfotos, Rechtstexte und Korrekturschleifen später zu Zusatzkosten.
  • Fertig in 48 Stunden zum Fixpreis: Klingt verlockend, bedeutet aber fast immer eine Vorlage, in die Ihr Logo und ein Stockfoto eingesetzt werden. Ihre echten Baustellen-Bilder und Ihre echten Leistungen tauchen dort nicht auf.

So handhabe ich es: Bei mir gibt es nach dem kostenlosen Erstgespräch ein Festpreis-Angebot — Sie wissen vorher, was es kostet. Schriftlich, mit klarem Leistungsumfang, ohne Pflicht-Abo und ohne versteckte Zusatzkosten. Die Website und die Domain gehören Ihnen.

Fazit: Die richtige Frage ist nicht „Was kostet es?"

Die bessere Frage lautet: „Was bringt mir die Seite an neuen Anfragen — und was gehört mir danach?" Eine Handwerker-Website, die in der Region gefunden wird, Ihre Arbeit mit echten Bildern zeigt und über Anruf oder Formular direkt zu Aufträgen führt, ist eine Investition, die sich rechnen kann. Eine Website, die nur billig war und nach Vorlage aussieht, ist ein wiederkehrender Kostenpunkt ohne Wirkung. Vergleichen Sie deshalb Leistungsumfänge statt Preisschilder — und lassen Sie sich jeden Posten erklären, den Sie nicht verstehen. Ein seriöser Anbieter tut das gern.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie mir einfach — ich antworte meist innerhalb von 24 Stunden.

Eine belastbare Zahl kann ich seriös erst nach einem Gespräch nennen, weil der Preis vom Umfang abhängt. Eine kompakte Seite mit den Kernleistungen, Referenzbildern und einem Anfrageformular ist ein kleineres Projekt als ein mehrseitiger Auftritt mit vielen Gewerken, Stellenanzeigen und Terminanfrage. Statt einer Pauschalzahl, die für Ihren Betrieb ohnehin nicht stimmen würde, bekommen Sie nach dem kostenlosen Erstgespräch ein verbindliches Festpreis-Angebot.

Für einen ersten Auftritt kann ein Baukasten reichen — wenn Sie die Zeit haben, ihn selbst zu pflegen. Sie zahlen dann mit Ihrer eigenen Arbeitszeit am Feierabend, mit laufenden Abo-Gebühren und oft mit einem Ergebnis, das nach Vorlage aussieht. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viele Anfragen die Seite bringen soll und wie viel Ihre Zeit auf der Baustelle wert ist.

Weil Handwerk ein Sichtbarkeitsgeschäft ist: Wer eine Sanierung, einen Anbau oder eine Elektroinstallation vergibt, will vorher sehen, wie Ihre Arbeit aussieht. Vorher-Nachher-Bilder von echten, eigenen Projekten schaffen mehr Vertrauen als jeder Werbetext. Das Aufbereiten dieser Bilder ist Arbeit und gehört in ein ehrliches Angebot — es ist kein kostenloser Nebeneffekt.

An drei Warnsignalen. Erstens, wenn unklar bleibt, wem Domain und Website nach Bezahlung gehören. Zweitens, wenn ein sehr niedriger Einstiegspreis an ein langlaufendes Pflicht-Abo gekoppelt ist. Drittens, wenn im Angebot nicht steht, was genau enthalten ist — Texte, das Aufbereiten Ihrer Projektfotos und rechtliche Pflichtangaben tauchen dann später als Zusatzkosten auf.

Wissen wollen, was Ihre Handwerker-Website kosten würde?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir Umfang, Gewerke und Ziele — danach bekommen Sie ein Festpreis-Angebot. Ehrlich, schriftlich, ohne Verpflichtung.

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